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Von null auf live

Ein Onlineshop, von der Anmeldung bis zur Adresse.

Kein Rundgang durch leere Masken. Wir bauen einen echten Fall durch: die Kaffeerösterei Nordwind aus Hamburg, klein, verkauft bisher nur im Laden, will einen Katalog ihrer Sorten mit Anfrageformular statt Warenkorb. Zehn Kapitel, jedes eines für sich, alle mit Bildschirmfotos aus dem laufenden System. Mit den echten Zahlen, den echten Rückfragen des Assistenten und der Stelle, an der es nicht funktioniert hat.

Der Fall

Kaffeerösterei Nordwind, Hamburg.

Anna Bergmann röstet seit 2014 in der Hafenstraße 12 in kleinen Chargen. Bisher gibt es den Kaffee nur im Laden. Sie will das Sortiment im Netz zeigen — Espresso, Filterkaffee, Zubehör — mit Bild, Herkunft, Röstgrad, Preis und Gewicht. Bestellen sollen die Kunden nicht: eine Anfrage mit Menge und Nachricht reicht, die Anfragen will sie im Studio sehen und beantworten.

Genau dieses Vorhaben läuft jetzt durch die zehn Kapitel. Was dabei entsteht, steht am Ende unter einer erreichbaren Adresse.

01

Ein System

Single System, 99,00 €, plus eigene Domain 5,00 € — Summe 104,00 €.

02

9 Planschritte

Aus dem Plan entstehen 8 Features. Der neunte Schritt ist ein Meilenstein.

03

3 Entitäten

Kategorie, Produkt, Anfrage — mit echten Verweisen, nicht mit Textfeldern.

04

55 Objekte

So viel hängt nach einer einzigen Sitzung im Feature F-0004.

Kapitel 01

Konto anlegen.

Anna füllt ein Formular aus: Anrede, Vorname, Nachname, E-Mail, Telefon, dann Firma und Rechnungsanschrift. „Kaffeerösterei Nordwind GmbH“, Hafenstraße 12, 20457 Hamburg. Kein Verkaufsgespräch dazwischen, kein „wir melden uns“, kein Demo-Termin als Zwischenstufe.

Der Firmenname ist nicht nur fürs Impressum da: aus ihm wird später der Anfang der Instanzadresse gebildet. Deshalb steht das Feld hier und nicht erst in der Buchung.

Worauf du achten solltest: Die Rechnungsanschrift kannst du später unter „Verwaltung“ vervollständigen — den Firmennamen änderst du besser jetzt, solange noch keine Adresse daran hängt.

Das ausgefüllte Formular Konto anlegen mit Anna Bergmann, Kaffeerösterei Nordwind GmbH, Hafenstraße 12, 20457 Hamburg
Das Formular kurz vor dem Absenden. Ein Bildschirm, keine Strecke aus fünf Seiten.

Dauer: eine Minute. Danach ist Anna in ihrem Bereich — und sieht ein leeres Dashboard, weil sie noch nichts gebucht hat.

Kapitel 02

Paket wählen und Zahlungsmittel hinterlegen.

Eine Instanz ist ein Server, der beliebig viele Auftritte trägt. Die einzige Entscheidung hier: wie viele Systeme die Landschaft haben soll. Ein System, wenn Geschwindigkeit zählt und der Auftritt klein ist. Zwei, wenn niemand mehr direkt in Produktiv arbeiten soll. Drei, wenn zwischen Bauen und Freigeben jemand prüft, der es nicht selbst gebaut hat.

Anna nimmt Single System für 299,00 € im Monat und hakt Eigene Domain für 5,00 € an, weil der Shop später unter nordwind-kaffee.de laufen soll. Unten rechnet die Seite mit: 304,00 €. Die Zahlungsmethode wird jetzt hinterlegt, belastet wird nach der Testphase.

Worauf du achten solltest: Zusätze sind eigene Abo-Zeilen und lassen sich einzeln wieder kündigen. Die Preise in der Zeile kommen live aus dem Katalog — nicht aus einer gepflegten Marketingseite.

Die Buchungsseite mit Single System, angehaktem Zusatz Eigene Domain und der Summe 104,00 Euro
Drei Pakete, Zusätze zum Ankreuzen, darunter die Summe. „Single System 299,00 € · Eigene Domain 5,00 €“ steht als Rechenweg dabei.
Der Reiter Rechnungsdaten in der Verwaltung mit Firma, Anschrift und E-Mail
Unter „Verwaltung“ liegen Rechnungsdaten, Guthaben, Instanzen und die Rechnungen als PDF — in derselben Ansicht, in der du auch Kollegen einlädst.

Kapitel 03

Die Landschaft anlegen.

Eine Landschaft ist eine Kette: Entwicklung baut, QS prüft, Produktiv liefert. Jedes System darin ist eine eigene Instanz mit eigener Adresse — nicht ein Schalter in derselben Datenbank. Anna tippt oben „Kaffeerösterei Nordwind“ ein und legt an.

Was danach dasteht, ist eine leere Schublade: 0 Systeme · 0 Features · Dieser Landschaft ist noch keine Instanz zugeordnet. Das ist kein Fehler, sondern der Zwischenstand. Die Instanz kommt im nächsten Kapitel.

Worauf du achten solltest: Ohne Instanz kann die Landschaft nichts verwalten. Wenn du später bei „Features aus dem Plan“ eine Fehlermeldung bekommst, ist meistens genau das der Grund — dazu mehr in Kapitel 05.

Die Übersicht Meine Landschaften mit dem Eingabefeld, in dem Kaffeerösterei Nordwind steht, und den vorhandenen Landschaftskarten
Oben das Feld zum Anlegen, darunter jede Landschaft mit ihren Systemen, Adressen und dem Zustand der letzten Messung.

Kapitel 04

Die Instanz bereitstellen.

Das ist das eine Kapitel, das nicht du machst. Mit der Buchung startet die Bereitstellung: Adresse anlegen, Container bestellen, Datenbank einrichten, Adminkennwort setzen, API-Schlüssel schreiben, Loadbalancer benachrichtigen. Zehn Schritte, jeder mit Status, Versuch und Meldung.

Für Nordwind hieß das Ergebnis: Bereitgestellt. Alle 10 Schritte sind durch. Die Instanz heißt „nordwind entwicklung“ und liegt unter nordwind-entwicklung.biexcellence.dev.openbi.run.

Worauf du achten solltest: Die Tabelle zeigt auch Fehlversuche. In unserem Lauf steht bei „abbild_gebaut“ eine 2 in der Spalte Versuch — der erste Anlauf ist gescheitert, der zweite lief durch. Das steht da, damit du es siehst und nicht erst nachfragen musst.

Der Reiter Bereitstellung mit der Meldung Bereitgestellt, dem Fortschritt 10 von 10 und der Tabelle aus Schritt, Status, Versuch, Meldung und Beendet
Zehn von zehn. Darunter jede einzelne Zeile mit Zeitstempel — „Der Loadbalancer leitet nordwind-entwicklung … auf die Instanz.“

Kapitel 05

Im Projektplaner beschreiben, was entstehen soll.

Kein leeres Formular mit dreißig Feldern, das jemand ausfüllt, bevor er weiß, was er baut. Anna legt ein Projekt an — „Onlineshop Kaffeerösterei Nordwind“, Landschaft Kaffeerösterei Nordwind, Beginn 7. September, Ziel 30. November — und erzählt dann im Chat, was sie will.

Der Planer antwortet mit einem Vorschlag aus neun Schritten: Konzept & Struktur, Design Grundseiten & Katalog, Grundgerüst Website, Produktkatalog Datenmodell & Liste, Anfrageformular ohne Warenkorb, Anfragen-Ansicht im Studio, Redaktion & Inhalte, Test & Fehlerbehebung, Go-live. Mit Terminen, Personentagen, Zuweisungen — und mit vier Einwänden gegen die eigene Kapazitätsrechnung.

Worauf du achten solltest: Der Vorschlag im Zeitstrahl ist flüchtig. Wer die Seite neu lädt, bevor er „Plan übernehmen“ gedrückt hat, verliert ihn. Erst das Übernehmen schreibt ihn fest.

Der Dialog Neues Projekt mit Name Onlineshop Kaffeerösterei Nordwind, Landschaft Kaffeerösterei Nordwind und den Datumsfeldern
Ein Dialog, vier Felder. Die Landschaft ist Pflicht — daran hängt später, wo die Features entstehen.
Die Überblicksseite des Projekts mit Fortschritt 0 Prozent, Status entwurf, 84 verbleibenden Tagen und dem Chat rechts
Fortschritt 0 %, Status entwurf, 84 Tage bis zum Ziel. Rechts der Chat, in dem das Vorhaben beschrieben wird.
Die Karte Vorschlag 9 Schritte im Zeitstrahl mit der Aufzählung der Planschritte
„Vorschlag: 9 Schritte.“ Solange die Karte offen ist, ist nichts geschrieben — sie ist ein Angebot, keine Tatsache.

Und dann der Knopf, den man leicht übersieht: „Features aus dem Plan“.

Ein übernommener Plan ist noch keine Arbeit. Er wird erst zu Arbeit, wenn aus den Planschritten Features werden — denn im Builder lässt sich nichts senden, solange kein Feature gewählt ist. Für Nordwind stand hinterher:

„8 Features angelegt, 9 Vorgängerkanten übernommen, 1 übersprungen. P-0005.9: Meilenstein — ein Termin, keine Arbeit.“

Was bei uns schiefging: Beim ersten Versuch kam „9 übersprungen. P-0005.1: Feature ließ sich nicht anlegen.“ Ohne weitere Begründung. Der Grund stand an einer anderen Stelle — im Feature-Management der Landschaft: „Diese Landschaft hat kein System. Ohne Instanz gibt es nichts zu verwalten.“ Features hängen an einer Instanz. Erst als die Instanz aus Kapitel 04 stand, lief es durch. Wenn du also planst, bevor du buchst: erst die Instanz, dann die Features.

Die Meldung 8 Features angelegt, 9 Vorgängerkanten übernommen, 1 übersprungen über der Projektübersicht
Die grüne Zeile nach dem Klick. Darunter steht der Fortschritt weiter auf 0 % — angelegt heißt nicht gebaut.

Projektfortschritt jetzt: 0 %, Status geplant, Verzug im Plan. Der Plan steht, acht Features sind angelegt, gebaut ist nichts. Der Fortschritt kommt aus dem Stand der Features und nicht aus einem Prozentfeld, das jemand vor der Statusrunde hochzieht.

Kapitel 06

In der Design-Werkstatt entwerfen.

Plan-Schritt P-0005.2 heißt „Design Grundseiten & Katalog“. Dafür gibt es die Entwürfe-Werkstatt: Artboards liegen frei auf einer Leinwand, jedes in seiner Gerätebreite. Zwanzig Blätter sind ein Entwurf, nicht zwanzig Dateien.

Anna legt den Entwurf „Kaffeeroesterei Nordwind Shop“ an und beschreibt im Chat, was sie sieht: eine kleine Rösterei aus Hamburg, warm und handwerklich, gebrannte Braun- und Sandtöne, eine ruhige Serifenschrift für Überschriften, viel Weißraum, keine Rabattschreierei. Vier Artboards in 1280 Pixel Breite: Startseite, Katalogseite, Produktdetail, Kontaktseite.

Was dabei entsteht, ist schon HTML und CSS deiner Instanz. Kein Bild, das jemand hinterher „in echt“ nachbauen muss.

Worauf du achten solltest: Der Assistent meldet „6 Blöcke übernommen, noch nicht gespeichert. Der Speichern-Knopf trägt sie ein.“ Ohne Klick auf ⤓ ist die Arbeit weg. Und: Entwurfsblätter haben keine Versionierung — Speichern überschreibt.

Die Übersicht der Entwürfe mit Vorschaubildern, Namen und dem Stand jedes Entwurfs
Jeder Entwurf mit Vorschau und Stand. „Übernommen“ heißt: daraus ist schon eine echte Seite geworden.
Die leere Design-Werkstatt mit dem Rasterhintergrund, der Boards-Spalte links und dem eingetippten Auftrag im Chat rechts
Vor dem ersten Blatt: leere Leinwand, links „Noch kein Board“, rechts der Auftrag im Chat.
Das Artboard Startseite Nordwind mit dunklem Aufmacher, der Überschrift Handwerklich geröstet in Hamburg und den drei Kacheln Espresso, Filterkaffee, Zubehör
Artboard 1: „Handwerklich geröstet in Hamburg“, darunter Espresso, Filterkaffee, Zubehör.
Das Artboard Katalogseite mit einer Kategorieleiste links und sechs Produktkarten mit Name, Herkunft, Röstgrad, Gewicht und Preis
Artboard 2: Kategorieleiste links, Produktkarten rechts — Äthiopien Sidamo 14,50 €, Kolumbien Huila 15,00 €, Holzmahler 22,00 €.
Das Artboard Kontaktseite mit Adresse, Öffnungszeiten, Telefon und einem Formular mit Name, E-Mail und Nachricht
Artboard 4, nachträglich bestellt: Adresse und Öffnungszeiten links, Formular rechts. Ein Satz im Chat genügte.

Den Entwurf an Feature und Projekt hängen.

Im Zahnrad der Werkstatt ordnest du den Entwurf einem Feature und einem Projekt zu — hier F-0002 „Design Grundseiten & Katalog“ und P-0005. Damit weiß das System, wozu die Arbeit gehört.

Was bei uns schiefging: „In eine Seite übernehmen“ (⤴) verweigerte die Arbeit mit „Dieser Entwurf hängt an keiner Instanz. Ordne ihm oben einen Auftritt zu.“ Oben gibt es dafür aber keinen Knopf — das Zahnrad kennt Feature und Projekt, keinen Auftritt. Wir haben die Seiten deshalb im Builder nach dem Entwurf gebaut. Das ist ein offener Punkt, kein Kunstgriff.

Das Einstellungsfeld der Design-Werkstatt mit den Auswahlfeldern Feature und Projekt neben dem Artboard Katalogseite
Feature und Projekt lassen sich zuordnen. Ein Feld für den Auftritt fehlt an dieser Stelle.

Kapitel 07

Das Datenmodell anlegen.

Ab hier hört der Baukasten auf, so zu tun, als könnte er es. Anna wählt im Builder das Feature F-0004 „Produktkatalog Datenmodell & Liste“ und beschreibt drei Entitäten — in dieser Reihenfolge, damit die Verweise stimmen:

Der Assistent baut das nicht einfach hin. Er liest erst die Regeln fürs Datenmodell und den vorhandenen Bestand, prüft die Feldnamen — und stellt dann Rückfragen mit Antwortmöglichkeiten zum Anklicken: Im Auftrag stand „jede Sorte mit Bild“, ein Bildfeld war in der Feldliste aber nicht dabei. Soll er es nachrüsten? Und: erst die Katalogliste oder erst die Pflegeseiten?

Genau das ist der Unterschied zwischen einem Generator und einem Werkzeug: Der Generator hätte geraten.

Der Chat mit zwei Rückfragen des Assistenten und den anklickbaren Antwortmöglichkeiten sowie dem Knopf Antwort senden
Rückfragen mit Vorschlägen. Unten der Status: „Rueckfragen gestellt – wartet auf Antwort“.
Die Antwort des Assistenten, dass Pflegeseiten und Katalog stehen, mit dem Hinweis auf den öffentlichen Katalog
Das Ergebnis im Klartext — inklusive eines Hinweises, den man auch hätte verschweigen können.

Was danach dastand.

Drei Entitäten mit allen Feldern, dazu ein Bildfeld am Produkt. Und die Prüfung, um die es eigentlich geht: „Die beiden Verweise sind echte Verweise, kein Textfeld: Kategorie am Produkt hat den Typ SHOP_PRODUCT_NW_KATEGORIE, Produkt an der Anfrage den Typ SHOP_PRODUCT_NW_PRODUKT — geprüft, nicht angenommen.“ An allen drei hängt zusätzlich die Mandantenkennung, sonst würden die Pflegeformulare nichts speichern.

Dazu kamen ungefragt zwei Pflegeseiten unter /kategorien-pflegen und /produkte-pflegen — angemeldet, nicht im Menü — und die öffentliche Katalogseite /katalog.

Worauf du achten solltest: Eine Kennung in einem Textfeld ist kein Verweis, sondern eine Ausrede. Und die eine Regel, die weh tut: Der Datentyp einer vorhandenen Spalte lässt sich nicht ändern. Neues Feld, Werte übernehmen, altes abhängen. Deshalb wird beim Anlegen entschieden.

Das Datenmodell als Diagramm mit Entitäten als Kacheln und Verweisen als Kanten
Im Diagramm sieht man es sofort: Kacheln, die einander nicht kennen, sind Tabellen und keine Anwendung.

Projektfortschritt jetzt: unverändert 0 %. Entitäten, Felder und Seiten liegen im Feature, aber ein Feature bewegt den Balken erst, wenn es fertig ist. Was hier entsteht, sammelt sich — sichtbar, aber noch nicht gezählt.

Kapitel 08

Eine Adresse anlegen.

Das machst du selbst — der Assistent fasst Adressen, Rechte und Anmeldepflicht nicht an. Festgelegt wird, welche Adresse auf welchen Auftritt zeigt, mit welcher Rolle, welcher Seite, welcher Dateiablage und mit oder ohne HTTPS. Beim Anlegen kannst du Seite, Rolle und Ablage gleich miterzeugen lassen; die Namen werden dann aus der Adresse gebildet.

Bei Nordwind gibt es nach der Bereitstellung schon zwei Einträge: den Auftritt nordwind-entwicklung.biexcellence.dev.openbi.run und die Verwaltungsadresse nordwind-entwicklung-admin… mit der Rolle openbicms. Beide mit SSL ja. Mehrere Auftritte auf einer Instanz sind der Normalfall, nicht der Sonderfall — und sie brauchen keinen neuen Vertrag.

Worauf du achten solltest: Was du hier anlegst, lässt sich an dieser Stelle nicht wieder entfernen. Das steht auch so unter dem Formular. Und die Spalte „Website“ mit dem Knopf Assistent öffnen ist der offizielle Weg in den Builder — ruft man /builder direkt auf, sagt Carlos „Es wurde keine Website übergeben“.

Das Formular Neue Adresse anlegen mit dem eingetippten Namen nordwind, den Kästchen für Seite, Rolle und Dateiablage und der Liste der vorhandenen Adressen
Unter deiner openbi-Adresse oder mit eigener Domain. Die Kästchen darunter legen Seite, Rolle und Ablage gleich mit an.
Der Reiter HostHeader der Instanz mit zwei Einträgen, Spalten für Host, Role, Page, SSL, Website und Ändern
Zwei Adressen auf einer Instanz: der Auftritt und die Verwaltung. „Live über den MCP-Endpunkt der Instanz“ heißt: das ist der Ist-Zustand, keine Kopie.

Kapitel 09

Im Builder die Seiten bauen.

Er redet nicht über deine Website. Er fasst sie an. Links das Gespräch, rechts Vorschau, Quelltext, Dateien, Dokumente und Aufgaben. Bevor er etwas tut, klärt er zwei Dinge — und beides ist kein Formularzwang, sondern Absicht.

Erstens: welcher Auftritt? Die Instanz bedient zwei Adressen, der Assistent arbeitet an einer davon. Du wählst.

Zweitens: welches Feature? Ohne Feature ist „Senden“ gesperrt und unten steht rot „Kein Feature gewählt“. Erst wenn klar ist, wohin die Arbeit gebucht wird, nimmt der Builder eine Nachricht an. Die Auswahlliste zeigt dabei nicht nur Nummern, sondern den Arbeitsauftrag aus dem Plan: „Datenmodell für Produkte (Bild, Herkunft, Röstgrad, Preis, Kategorie) und die Katalogliste mit Kategorie-Filter werden umgesetzt. Erkennbar an einer nach Kategorie sortierten Produktübersicht. Aus dem Projektplan, Schritt P-0005.4.“

Der Dialog Woran arbeitest du mit der Frage Welche Website und zwei Auftritten zur Auswahl
„nordwind entwicklung bedient 2 Auftritte. Der Assistent arbeitet an einem davon.“
Der Dialog Woran arbeitest du mit der Liste Weiterarbeiten und acht Features, jedes mit Beschreibung, Sitzungen und Objekten
„Weiterarbeiten (8)“ — jedes Feature mit dem Auftrag aus dem Plan, dem Woran-man-es-erkennt und dem Hinweis, dass es noch leer ist.

Dann wird gebaut.

Auf F-0003 „Grundgerüst Website“ entstehen Kopfzeile, Fußzeile, die Startseite, /ueber-uns und /kontakt — untereinander verlinkt und im Menü. Jeder Werkzeugaufruf steht als Zeile im Verlauf: Seitenbaum lesen, Vorlagen lesen, Gestaltung speichern, Dokument fortschreiben. Kein „Vorschau-Modus“, der etwas anderes zeigt als das Ergebnis: rechts steht das Objekt, das dein Server ausliefert.

Auch hier redet er zurück, statt still etwas Falsches zu tun: „Die Navigation kam als nackte Aufzählung heraus, weil die mitgelieferte navbar-Vorlage Bootstrap-Klassen ausgibt und Bootstrap in dieser Seitenhülle nicht geladen ist. Ich habe eine eigene Stildatei dafür angelegt. Die Vorlagen selbst habe ich nicht angefasst, da sie serverweit auch für andere Auftritte gelten.“

Worauf du achten solltest: Der Verbrauch steht oben links — „407.052 von 4.000.000 Tokens in den letzten 24 Stunden“. Nicht in der Rechnung von nächstem Monat.

Die fertige Startseite der Rösterei Nordwind mit Menü, dunklem Aufmacher, Abschnitt Handwerk statt Masse und drei Karten
Die Startseite unter der echten Adresse. Menü oben, Aufmacher, „Handwerk statt Masse“, drei Wege weiter.

Projektfortschritt jetzt: das Feature füllt sich. Jede Sitzung hängt weitere Objekte hinein — Seiten, Vorlagen, Stildateien, Felder. Der Balken im Gantt steht immer noch still, denn er bewegt sich erst, wenn das Feature fertig ist.

Kapitel 10

Nachsehen, was entstanden ist — und live gehen.

Jetzt zahlt sich aus, dass am Anfang ein Feature gewählt wurde. Im Feature-Management steht bei F-0004: 1 Sitzung, 55 Objekte. Die anderen sieben Features sagen weiterhin „Diesem Feature ist noch keine Sitzung zugeordnet — es ist leer.“ Das ist keine Statistik, das ist die Packliste.

Öffnest du das Feature, steht oben der Arbeitsauftrag aus dem Plan — „Wofür das Ganze“, „Was dieser Schritt beiträgt“, „Worauf das aufsetzt“ — und darunter die Vorgänger und Nachfolger: F-0002 Design und F-0003 Grundgerüst müssen fertig sein, bevor F-0004 transportiert wird; F-0007 Redaktion und F-0005 Anfrageformular warten darauf.

Ganz unten liegt „Was mitgeht (noch nicht geschnürt)“ — Attribut für Attribut, Seite für Seite. Mit dem ehrlichen Satz daneben: „Die Liste ist eine Momentaufnahme der Änderungen und wächst mit jeder weiteren Sitzung. Erst das Schnüren schreibt sie fest — vorher lässt sich auch nichts ausnehmen.“

Das Feature-Management der Landschaft mit acht Features, jedes mit Nummer, Titel, Sitzungen und Objekten
Acht Features, eines gefüllt. Rot markiert ist nicht der Fehler, sondern die Leere.
Die Detailseite des Features F-0004 mit Arbeitsauftrag, Bearbeiter, Weiterarbeiten und Status
Der Arbeitsauftrag steht am Feature, nicht in einer Mail. „Am Feature nachgeschaerft? Dann gilt der Stand hier, nicht der im Plan.“
Die Vorgänger und Nachfolger des Features und darunter die Liste Was mitgeht mit einzelnen Attributen
Vorgänger, Nachfolger, Stand in der Landschaft — und darunter jedes einzelne Objekt, das beim Transport mitwandert.

Und dann der Weg nach Produktiv.

Bei einem System ist hier Schluss: Was gebaut wird, ist sofort produktiv. Bei zwei oder drei wandert die Änderung als Paket. Das Feature wird geschnürt, dann gefahren. Vor dem Fahren steht der Prüfbericht: was mitgeht, was fehlt, was überschrieben wird. Der Server sortiert selbst — erst die Entität, dann das Feld, dann die Vorlage, dann die Seite.

Der Satz, an den man sich erinnern sollte, wenn in Produktiv plötzlich Preise fehlen: Struktur wandert, Inhalt nicht. Keine Datenzeilen. Und es gibt kein automatisches Zurückrollen.

Nach dem Transport entsteht ein Prüfplan für das Zielsystem. Ergebnisse gibt es genau drei: bestanden, gefallen, entfällt — „gemacht“ ist keines davon. Offene Prüfschritte halten die Kette an. Das ist der Sinn eines Tors.

Die fertige Katalogseite der Rösterei Nordwind mit den Kategorien Espresso und Filterkaffee und je zwei Sorten mit Herkunft, Röstgrad, Beschreibung und Preis
Und so endet der Fall: /katalog mit drei Kategorien und sechs Sorten, Preise deutsch formatiert. Eingetragen hat sie nicht jemand von Hand — Carlos hat sie aus einer Liste im Gespräch angelegt, gebucht auf F-0007 „Redaktion & Inhalte einpflegen".

Projektfortschritt am Ende: Der Balken bewegt sich, sobald Features abgeschlossen sind. Der Stand eines Features ist je System ablesbar — liegt hier, war hier, noch nicht hier. Und weil dieselben Zahlen im Hub stehen, sieht dein Auftraggeber genau das, was du freigegeben hast. Keinen Schritt mehr.

Ehrlich gesagt

Was in diesem Durchlauf nicht rund lief.

Wir hätten die Stellen weglassen können. Dann wäre es eine Werbeseite geworden und keine Anleitung.

Kein Risiko

30 Tage kostenlos — danach entscheidest du.

Konto anlegen, Paket buchen, bauen. Wenn es nicht passt, beendest du es in der Testphase und zahlst nichts.