SEITEN
Anlegen, ändern, einordnen
Seiten und Rollenelemente, Titel, Suchmaschinenbeschreibung, Position im Baum, Anmeldepflicht. Er sagt dir danach, unter welcher Adresse die Seite erreichbar ist.
Studio · Website-Assistent
Der Website-Assistent hat einen Namen, weil man mit ihm redet wie mit einem Kollegen: Carlos. Die meisten „KI-Funktionen" in einem CMS sind ein Textfeld mit einem Sternchen-Symbol daneben. Es schlägt dir einen Absatz vor, den du kopierst, einfügst und dann selbst zurechtrückst – Arbeit, die vorher nicht existierte, elegant an dich zurückgegeben. Hier ist es umgekehrt: Carlos hat rund fünfzig Werkzeuge auf deinem Server und benutzt sie. Seiten anlegen, Vorlagen schreiben, Dateien hochladen, Entitäten bauen, Adressen verbinden. Du siehst jeden Aufruf, während er passiert.
00 — Wer er ist
Oben steht, an welchem Auftritt er sitzt – nicht „deine Website", sondern die Adresse. Daneben der Tokenverbrauch der letzten 24 Stunden. Unten steht das Feature, auf das jede Änderung gebucht wird; ohne Feature ist „Senden" gesperrt.
Und er antwortet in ganzen Sätzen, auch wenn die Nachricht unbequem ist: was er geändert hat, was er absichtlich nicht angefasst hat und warum. Im Bild rechts steht der letzte Satz einer echten Sitzung – Umlaut und Preisformat korrigiert, Vorlagen bewusst in Ruhe gelassen, weil sie serverweit auch für andere Auftritte gelten.
01 — Die Ansicht
Links das Gespräch mit Carlos, rechts der Seitenbaum und der Quelltext der gewählten Seite. Kein „Vorschau-Modus", der etwas anderes zeigt als das Ergebnis: Rechts steht das Objekt, das dein Server ausliefert. Wenn Carlos es ändert, ändert es sich vor deinen Augen.
02 — Ein Auftrag
„Wir brauchen eine Referenzseite, filterbar nach Branche – und die Anfragen daraus sollen im Vertrieb landen." Ein Satz, wie ihn jeder Kunde sagt. Was danach passiert, ist der ganze Unterschied.
Mit dem Textfeld und dem Sternchen
Du bekommst drei Vorschläge für die Überschrift. Die Struktur baust du selbst: eine Seite je Referenz, weil es keine Liste gibt. Filterbar wird nichts, also sortierst du von Hand. Das Formular kommt von einem Anbieter, der die Anfragen in sein eigenes Postfach legt, und der Vertrieb bekommt sie per Weiterleitung – bis jemand die Weiterleitung ändert. Nach drei Monaten pflegt eine Person die Referenzen in einer Tabelle, weil das Feld fehlt.
Mit Carlos
Er legt die Entität Referenz an, mit Branche als Verweis auf eine eigene Tabelle. Er schreibt die Listenvorlage mit Filter und Seitenwechsel, die Detailseite und das Formular. Das Formular schreibt in dieselbe Datenbank, in der auch das CRM liegt – die Anfrage ist ein Lead, kein Übertragungsdienst dazwischen. Du siehst jeden dieser Schritte als Zeile im Verlauf und den entstandenen Quelltext rechts daneben.
Ein kompletter Durchlauf, Kapitel für Kapitel mit Bildschirmfotos, steht auf Von null auf live – inklusive der Stellen, an denen es hakte.
03 — Die Werkzeuge
Ein Assistent ist so viel wert wie das, was er anfassen darf. Hier ist die Liste kein Geheimnis – sie ist der Grund, warum der Assistent etwas taugt.
SEITEN
Seiten und Rollenelemente, Titel, Suchmaschinenbeschreibung, Position im Baum, Anmeldepflicht. Er sagt dir danach, unter welcher Adresse die Seite erreichbar ist.
VORLAGEN
Vorlagen für Datenlisten, Einzelansichten, Formulare und Zähler. Damit wird aus einer Entität eine Seite, ohne dass jemand HTML von Hand zusammensetzt.
DATEIEN
CSS, JavaScript, Bilder – anlegen, ersetzen, versionieren. Bilder aus dem Gespräch landen in deiner Ablage und nicht in einem fremden Speicher.
DATEN
Eigene Entitäten mit Feldern und echten Verweisen, dazu Datenzeilen lesen und schreiben. Das ist der Punkt, an dem ein Baukasten aufhört.
ADRESSEN
Welche Adresse auf welchen Auftritt zeigt, mit welcher Ablage und mit oder ohne HTTPS. Mehrere Auftritte auf einer Instanz sind der Normalfall, nicht der Sonderfall.
BETRIEB
Objektsperren setzen und lösen, alte Fassungen ansehen und zurückholen, Serverfehler lesen. Er räumt hinter sich auf, statt Sperren stehen zu lassen.
04 — Wo er stoppt
Deshalb sind die Grenzen keine Einstellung, die jemand vergessen kann, sondern Teil des Bauplans.
Auch dann nicht, wenn man ihn darum bittet. Auch nicht, wenn man es freundlich formuliert. Wer eine geschützte Seite öffentlich machen will, tut das selbst – und weiß danach, dass er es war.
„Senden" ist gesperrt, solange nicht klar ist, wohin die Arbeit gebucht wird. Das nervt beim ersten Mal und rettet dich beim ersten Transport nach Produktiv.
Löschen einer Entität, Abhängen einer Spalte, Entfernen einer Adresse: erst der Bericht, was das kostet, dann die Bestätigung mit der genannten Zahl.
Der Fokus hängt an der Adresse, für die Carlos geöffnet ist. Er kann nicht versehentlich die Seite der Nachbarrolle überschreiben, weil er sie gar nicht sieht.
Nicht als Zusammenfassung hinterher, sondern als Zeile in dem Moment, in dem er passiert. Wer nachlesen will, was am Dienstag geschah, findet es – auch wenn am Dienstag niemand damit gerechnet hat.
05 — Was er kostet
Zum Paket gehört ein tägliches Budget für Carlos' Arbeit. Es gilt für alle Instanzen deiner Organisation zusammen, und im Builder siehst du jederzeit, wie viel davon in den letzten 24 Stunden verbraucht wurde – ab 80 Prozent farbig markiert. Nachträgliche Überraschungen sind ein Geschäftsmodell, aber nicht unseres.
06 — Was fehlt
Er baut, was du beschreibst. Für Gestaltung gibt es die Design-Werkstatt – und auch die entwirft, statt zu raten, was schön ist.
Ein paar Kilobyte je Aufruf sind die Grenze. Für ein 40-KB-Stylesheet nimmt er den Weg über die Dateiablage – das ist kein Fehler, sondern die Bauform.
Mitten in einem deutschen Gespräch rutscht ihm ein englischer Einleitungssatz heraus. Ärgerlich, bekannt und auf der Liste – aber es ändert nichts an dem, was er baut.
Deshalb Versionierung, deshalb Objektsperren, deshalb der sichtbare Verlauf. Ein Werkzeug, das nie zurückgedreht werden muss, gibt es nicht – eines, bei dem das Zurückdrehen schwierig ist, leider schon.
Weiter im Studio
Das Datenmodell ist der Grund, warum Carlos mehr kann als Text schreiben.