Projektplanung
Der Plan liegt neben der Arbeit. Nicht in einem anderen Werkzeug.
Der übliche Zustand: der Plan lebt in einem Projektwerkzeug, die Umsetzung woanders, und was wirklich fertig ist, weiß nur die Person, die beide Fenster offen hat. Hier sind die Projektschritte dieselben Features, die später transportiert werden. Der Plan altert deshalb nicht – er ist die Arbeit.
01 — Aus dem Gespräch
Erst beschreiben, dann strukturieren, dann terminieren.
Du erzählst, was entstehen soll. Der Assistent fragt nach, schlägt eine Struktur vor, und aus der Einigung wird ein Plan mit Schritten, Terminen und Zuweisungen. Kein leeres Formular mit dreißig Feldern, das jemand ausfüllt, bevor er weiß, was er baut.
- Sitzungen bleiben erhalten – man sieht, wie der Plan zu dem wurde, was er ist
- Aus dem Plan entstehen Features samt ihrer Abhängigkeiten untereinander
- Verbrauch steht im Chat, nicht in einer Rechnung nächsten Monat
02 — Der Gantt
Balken, Kanten, HEUTE-Linie. Und ein Fortschritt, der stimmt.
Schritte als Balken, Abhängigkeiten als Kanten, Meilensteine als Raute. Der Fortschritt kommt aus dem Stand der Features und nicht aus einem Prozentfeld, das jemand hochzieht, bevor die Statusrunde beginnt.
- Verzug wird gerechnet und farbig gezeigt – rot ist kein Etikett, sondern ein Datum
- Ein Schritt bündelt Features; wird ein Feature fertig, bewegt sich der Balken
- Kanten aus dem Plan werden zu echten Abhängigkeiten zwischen Features
- Szenarien durchspielen: was passiert mit dem Zieldatum, wenn dieser Schritt kippt
03 — Team und Kapazität
Ein Termin ohne Kapazität ist ein Wunsch.
Wer mitarbeitet, mit welcher Rolle, mit wie vielen Stunden je Woche – und wann er nicht da ist. Ohne diese drei Angaben ist jeder Terminvorschlag geraten. Deshalb rechnet der Plan mit ihnen und nicht mit einem Idealteam.
- Personen mit Rollen und Wochenstunden, Abwesenheiten mit Anteil
- Zuweisungen mit Anteil je Schritt – halbe Leute gibt es, halbe Wahrheiten nicht
- Auslastung je Person über alle Projekte, nicht nur über dieses – überbuchte Wochen stehen rot da, bevor sie zur Ausrede werden
04 — Was der Kunde sieht
Genau die Schritte, die du freigibst. Keinen mehr.
Zusammen mit dem Hub wird aus dem Plan ein Kundenzugang: der Auftraggeber meldet sich an und sieht Fortschritt, Termine und die geteilten Schritte – dieselben Zahlen wie du, weil sie aus derselben Quelle kommen. Was intern bleibt, kommt gar nicht erst über die Leitung.
- Sichtbarkeit je Schritt, entschieden von dir, gefiltert im Server
- Freigaben erteilt der Kunde dort, wo die Arbeit liegt – nicht per Antwortmail
- Der Hub kostet 19 € im Monat und ist unabhängig von der Projektplanung buchbar
05 — Was fehlt
Drei Dinge, die es hier nicht gibt – und zwar mit Ansage.
Kapazität wird geplant, nicht gestempelt. Wer Stunden auf Kostenstellen buchen muss, tut das weiter dort, wo die Buchhaltung hinschaut.
Es gibt Aufgaben und es gibt Features. Ein Board mit Spalten, über das ein Team seinen Tag steuert, ist das hier nicht.
Auslastung sehen wir je Person und je Projekt. Eine Konzernplanung über hunderte Köpfe ist eine andere Aufgabe – und ein anderes Werkzeug.
Selbst ansehen
Ein Vorhaben beschreiben dauert zehn Minuten.
Danach steht ein Plan mit Terminen, den du auseinandernehmen kannst, statt ihn zu bauen.