Studio · Design-Werkstatt
„Pixelperfekt" heißt: jemand tippt es nachher ab.
Der übliche Weg hat einen Übergabepunkt, und der Übergabepunkt hat einen Satz: „So geht das nicht." Jemand entwirft in einem Werkzeug, das keine Website bauen kann. Jemand anderes übersetzt das Bild in Quelltext, entdeckt dabei vier Zustände, an die im Entwurf niemand gedacht hat, und erklärt drei Wochen später, warum die Abstände jetzt anders sind. Die Design-Werkstatt hat diesen Punkt nicht: Was auf der Leinwand steht, ist bereits HTML und CSS deiner Instanz.
01 — Die Leinwand
Zwanzig Blätter sind ein Entwurf. Nicht zwanzig Dateien.
Artboards liegen frei auf einer Fläche, jedes in seiner Gerätebreite – 1280, 768 oder 390 Pixel. Der Zoom passt die Ansicht ein, ein Klick wählt ein Element, daneben steht sein Panel. Der ganze Auftritt lässt sich in einem Blick vergleichen, statt in zwanzig Tabs, von denen drei eine ältere Fassung zeigen.
- Markup und Gestaltung getrennt – keine Inline-Stile, die später niemand mehr los wird
- Geschrieben wird auf Knopfdruck; oben steht „ungespeichert", solange nichts festgeschrieben ist
- Blätter gehören zu einem Entwurf und lassen sich einzeln benennen, kopieren und löschen
02 — Die Übergabe, die entfällt
Zwischen „abgenommen" und „online" liegt normalerweise ein Beruf.
Der Weg mit Übergabe
Entwurf im Grafikwerkzeug. Abnahme auf einem Bild. Übergabe an die Entwicklung, samt Liste der Schriftgrößen. Nachbau. Rückfragen zu Hover, Fehlerfall, leerer Liste und 390 Pixel Breite. Zweite Abnahme, diesmal am echten Ding, und es sieht anders aus. Korrekturschleife. Das Bild und die Seite laufen ab hier getrennt weiter und treffen sich nie wieder.
Der Weg ohne
Entwurf auf der Leinwand – in HTML und CSS. Abnahme am selben Material, in der Breite, in der es später steht. Übernahme macht daraus eine Seite in deinem Auftritt. Es gibt keinen Nachbau, weil es nichts nachzubauen gibt. Rückfragen zu Zuständen stellst du im Entwurf, nicht drei Wochen später.
03 — Der Entwurfsassistent
„Mach den Kopfbereich ruhiger." Und er macht den Kopfbereich ruhiger.
Du beschreibst, was entstehen soll, und bekommst ganze Bildschirmflächen als Vorschlag – nicht drei Zeilen Text zum Einfügen und den Hinweis, den Rest gern selbst anzupassen. Der Assistent schreibt Artboards und ihre Stilblöcke, während du zusiehst. Korrekturen sagst du ihm so, wie du sie einem Kollegen sagen würdest.
- Ganze Blätter entstehen, nicht Schnipsel: Kopf, Inhalt, Fuß, Zustände
- Er hält sich an deine Skills – Hausfarben, Abstände, Bausteine, verbotene Muster
- Änderungen sind Gespräch, nicht Formular: „schmaler", „mehr Luft", „das ist zu laut"
- Ansehen, bearbeiten, speichern und löschen bleiben frei. Gebucht wird der Assistent: 20 € im Monat
04 — Die Übernahme
Aus dem Entwurf wird eine Seite. Nicht ein Auftrag.
Ein Blatt ist HTML und CSS. Die Übernahme macht daraus eine echte Seite in deiner Rolle – mit Vorlage, Stildatei und Platz im Seitenbaum. Was der Kunde im Entwurf abgenommen hat, steht danach so im Netz, weil es dasselbe Material ist. Das klingt unspektakulär. Es ist der ganze Punkt.
- Der Entwurf ist auch die Spezifikation: Überschriften, Tabellenköpfe, Knöpfe und Felder sind lesbar und nicht geraten
- Danach wandert die Seite denselben Weg wie alles andere: über QS nach Produktiv
- Kein zweites Werkzeug, kein Export, kein „Designsystem", das nach einem halben Jahr zwei Wahrheiten hat
05 — Was fehlt
Was die Werkstatt nicht kann.
Andere nennen das „Roadmap". Hier steht es als Liste, damit du es vor dem Buchen liest und nicht danach.
Seiten und Vorlagen versioniert der Server, Entwurfsblätter nicht: Speichern überschreibt. Wer eine Variante behalten will, kopiert das Blatt. Ja, das ist Handarbeit. Nein, wir tun nicht so, als wäre es ein Vorteil.
Keine Pfade, keine Ebenen, keine Illustration. Wer ein Logo entwirft, tut das woanders und bringt die Datei mit. Wir bauen kein zweites Grafikprogramm.
Wer seine eigene Arbeit gesperrt bekommt, weil eine Buchung ausläuft, hat das falsche Werkzeug gekauft. Deshalb bleibt alles Handwerkliche frei – Leinwand, Blätter, Übernahme.
Weiter im Studio
Damit er deine Regeln kennt, schreibst du sie einmal auf.
Skills sind Hausregeln, die der Assistent liest, bevor er etwas anfasst. Einmal aufgeschrieben statt in jedem zweiten Gespräch wiederholt.